Trifokalgläser

Normalerweise kann sich das Auge den verschiedenen Entfernungen anpassen, in dem sich die Linse anpasst, sie akkommodiert. Ab ca. dem 40. Lebensjahr lässt die Flexibilität der Linse allerdings nach, der Mechanismus des Anpassens z.B. beim Lesen geschieht dann zunehmend durch die Arme: wir halten Dinge immer weiter von uns weg, die wir lesen wollen. Werden die Arme letztlich zu kurz, ist eine Brille nötig.


Dreistärken- oder Trifokalgläser bestehen aus 3 sichtbaren Glasbereichen. Zusätzlich zu dem Fern- und Nahteil des Bifokalglases befindet sich dazwischen ein dritter Glasteil für den mittleren Sehbereich.
Das zusätzliche Zwischenteil beim Trifokalglas ermöglichst es, auch Objekte in einer Entfernung von 50 - 100 cm scharf zu sehen und gleicht damit einen Nachteil des Bifokalglases aus.
Die feinen Trennungslinien zwischen den Glasteilen sind heute kaum noch sichtbar. Es ermöglicht klares Sehen in verschiedenen Entfernungen und erspart somit das ständige Wechseln mehrerer Brillen auch bei fortgeschrittener Alterssichtigkeit.

Vorteile:
  • scharfes Sehen in der Ferne, Nähe und im Zwischenbereich
  • erspart das ständige Wechseln mehrerer Brillen
  • großer Sehbereich für das Nahsehen
Nachteile:
  • Trennlinie zwischen den drei Glasbereichen
  • es kommt zum sog. vertikalen und horizontalen Bildsprung: durch die Trennkante der einzelnen Glasbereiche werden Objekte an unterschiedlichen Orten "gesehen", wenn der Blick über die Trennkante gleitet

Wir empfehlen daher statt der Trifokalgläser eine Brille mit Gleitsichtgläsern.